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Mittwoch, 11. Juli 2012

Organizer


Den Organizer, den ich euch heute vorstellen möchte, hat Iris mal zum Geburtstag von Lilith geschenkt bekommen. Mir hat er so sehr gefallen, dass ich ihn nachgebaut habe. 


Für den Organizer braucht man im Wesentlichen dieses Material:



Zuerst befreit man die Hängeregistertasche von den Metallstäben und schneidet die Verbindungslaschen ab. Die Mappe ist dann ca. 48 cm breit  x 32,8 cm hoch.
Von beiden Seiten falzt man die Tasche dann jeweils bei 12,0 cm – 12,4 cm – 12,8 cm. So entstehen 2 Flächen, jeweils innen und außen auf den Flügeln sowie in der Mitte, die nun gestaltet werden.


Für die Flügel-Flächen innen und außen habe ich Designpapier zugeschnitten in den Größen 10 x 30,5. Das heißt, ich habe die volle Höhe des Designpapiers benutzt. Für die Mattung habe ich Cardstock in der Größe 10,5 x 31,0 verwendet. Da ich nur 12“-Cardstock hatte, habe ich den Cardstock in der Mitte geteilt und einen Streifen andersfarbigen Cardstocks dazwischen montiert. Dazu habe ich provisorisch auf der Rückseite alles mit Tesa befestigt. Designpapier noch nicht auf die Matten kleben, falls noch Laschen angebracht werden sollen.


Dann werden die Außenseiten gestaltet. Ich habe das Designpapier mit verschiedenen Stempeln beglückt. Hier seht ihr das Ergebnis der rechten Seite.


Dann werden die inneren Seiten gestaltet. Hier hat man freie Wahl; was auch immer man unterbringen möchte, kann mit Taschen, Laschen, Klammern etc. befestigt werden. Ich habe für die linke Seite zwei Taschen zum Einstecken kleiner Notizzettel gearbeitet. Dazu habe ich Designpapier in ca. 9 x 13 cm geschnitten und auf den langen Streifen Designpapier geklebt – eins oben und eins unten. Danach habe ich noch Dreiecke geschnitten, die ich passgenau drauf geklebt habe – diesmal mit Washi-Klebestreifen. Die kleinen Notizzettel sind 7 x 10,5 cm große Stücken Karteikarte; ich habe die Seite für Seite bestempelt.


Für die rechte Seite habe ich drei Elemente vorgesehen: eine Tasche für Lesezeichen, einen Stiftehalter und einen Abreiß-Notizblock.
Für den Stiftehalter habe ich einen Streifen Stoff (ich hatte Alcantara-Reste) mit einer Ziernaht versehen. Diesen habe ich dann zunächst in einer Schlaufe an den Designpapierstreifen (10 x 30,5 cm; siehe oben) festgeklammert und danach mit starkem Leim (ich habe Buchbinderleim verwendet) aufgeklebt. Das kann man hoffentlich auf den Fotos erkennen.


Danach habe ich den oberen Teil des rechten inneren Flügels gearbeitet. Hier habe ich einfach zwei Dreiecke gegeneinander mit Washi-Tape aufgeklebt; darein kommen dann die selbst gemachten Lesezeichen (etwa 6 x 12 cm groß).


Unten rechts soll dann der Notizzettelblock hin. Ich habe ca. 50 Zettel 9 x 15 geschnitten (dickes, weißes Papier) und einzeln mit einem Linienmuster bestempelt. Die Papiere werden dann zu einem Block gestapelt. Vorn und hinten habe ich jeweils in derselben Größe ein Stück eines weiteren Hängeregisters genommen. Da kann man entweder bedruckte Teile auswählen, wie ich das gemacht habe, oder man nimmt leere Flächen und bestempelt/gestaltet sie nach eigenem Gusto. Zur Sicherheit habe ich dann vorn und hinten jeweils noch ein Schutzblatt angebracht (sollte nicht ganz bis zum zu klebenden Blockrücken reichen). Diese Blätter schützen den Block dann, wenn die Blätter als Stapel in Klammern oder Zwingen gezwängt werden, denn nun muss der Block passgenau bleiben. Der Rücken wird angeraut und mit Buchbinderleim bestrichen. Danach noch ein Stückchen Stoff drauf pappen, fest andrücken und gut trocknen lassen. Im Internet gibt es Anleitungen, wie man so etwas machen kann, falls das hier nicht verständlich sein sollte. Ihr könnt euch auch hier auf der Seite von Liliths Anleitung unter „Ein kleiner, feiner Notizblock“ inspirieren lassen.


Der Notizzettelblock wird dann auf eine Mattung (9,5 x 15,5 cm) geklebt. Er soll schließlich mit einer Lasche(wie beim Stiftehalter) auf dem Organizer befestigt werden. Dazu dann genau abmessen, wie lang die Lasche auf die Rückseite ragt und dies kennzeichnen und die Lasche dann passgenau am Rücken ankleben. Der Rest baumelt erst mal nur noch rum und wird später noch mit einem Klettverschluss versehen.


Zur Gestaltung des Innenteils habe ich ein Stück Graupappe zugeschnitten (21,5 x 31,8 cm), diese mit Acrylfarbe angestrichen und noch mal mit Klarlack überzogen. Den unteren Rand habe ich mit Schattenstempeln bestempelt. Ich habe dazu StazOn  verwendet. Weiterhin habe ich mir in Excel einen Kalender zurecht gefriemelt, in welchen ich alle Feiertage und schon einige Geburtstage vermerkt habe. Kalender und Pappe werden gelocht. Wichtig: wenn ihr links oder rechts recht dicke Elemente verwendet, dann sollten die am unteren Teil angebracht werden und nicht mit dem Kalender auf gleicher Höhe sein, da sich die Mappe sonst schlechter schließen lässt. Ein Ausweg hier wäre, die Falzung der Pappe (siehe ganz oben) zu verbreitern. Nun einen Aktendulli/Heftstreifen an der Pappe befestigen, die Pappe selbst auf den Organizer aufkleben (ich habe die Pappe ganzflächig mit Buchbinderleim eingestrichen und nach dem Positionieren der Pappe auf dem Organizer einige Bücher aufgestapelt, damit nichts verrutscht, sich nichts verzieht oder so) , den Kalender anbringen sowie die Rückseite bekleben.


Zum Schluss wird noch der Verschluss hergestellt. Dazu habe ich aus Cardstock 8 Kreise ausgeschnitten (ca. 2,3 cm im Durchmesser). Je zwei davon habe ich gegen einander geklebt (so wird das stabiler), so dass ich vier Paare übrig hatte. Je zwei davon habe ich dann mit einem Eyelet verbunden. Als Abstandshalter habe ich eine Unterlegscheibe verwendet. In einer dieser Konstruktion habe ich gleich einen Faden mit verklemmt (Unterseite, also dort, wo das Eyelet verquetscht wird, damit man das dann nicht sieht). Die beiden Teile dann außen links und rechts auf den Organizer kleben und mit dem Faden verschließen.


Vielleicht baut ja mal die eine oder andere den Organizer nach – das würde mich sehr freuen. Und falls ihr Fragen habt, weil ich in dieser Anleitung nicht alles so ausführlich schreiben konnte, oder einfach, weil es unverständlich war *lach*, dann könnt ihr euch gerne bei mir melden.

Liebe Grüße
Kerstin

Donnerstag, 17. November 2011

Windlichter bestempeln mit Poksa

Gestempeltes Windlicht

Heute darf ich Euch einen kleinen Workshop zeigen. Wir stempeln heute auf Glas.

So soll es am Ende aussehen:


Was ihr dafür braucht:


  • Glas
  • Staz On Stempelkissen
  • Stempel
Nach Wunsch:
  • Doppelseitiges Klebeband
  • Dekoband
Bei Bedarf bzw. Notfällen:
  • Schwämmchen
  • Stempelreiniger
Wir starten mit dem Stempeln.
Zuerst wird der Stempel mit dem Staz On Kissen eingefärbt.


Es wird nicht, wie sonst üblich, mit dem Stempel gestempelt – sondern wir rollen das Glas über den Stempel.


Da man durch das Glas schön durchgucken kann, fällt es auch leichter den Stempel n die richtige Position zu bringen.


Bis zum Ende mit gleichmässigem Druck bzw. Rollbewegungen drübergehen.


So sieht es dann aus:


 Hier nochmal mit Farbe hinterlegt, damit ihr auch schön die Konturen erkennen könnt.


Man kann auch ganz normale Motive dazu kombinieren – oder auch mehrere Stempel draufmachen. Oder wie wäre es mit einer ganzen Reihe?


 Hier kommt Euch wieder das durchscheinende Glas zugute. Man kann leicht an ein anderes Motiv anschließen.


Falls Euch mal ein kleines Missgeschick passiert, ihr unsauber gearbeitet habt oder es doch nicht die richtige Position war. - Macht Euch nichts drauß. Dafür haben wir unseren Stempelreiniger! Geht einfach mit dem Schwämmchen, den ihr vorher natürlich mit Stempelreiniger getränkt habt, drüber und rubbelt  den Stempelabdruck einfach weg.


Nun sind wir eigentlich schon fertig. Ihr könnt nun mit doppelseitigem Klebeband (oder aber auch ohne) eine Schleife ums Glas binden – dekorieren – FERTIG!

So sieht das Ganze mit Beleuchtung aus. Ist doch einfach, oder?

Viel Spass beim Nacharbeiten.

Montag, 14. November 2011

Fächermappe

 Nach langer, langer Pause komme ich eeeendlich dazu, euch mal wieder einen WS zu zeigen, und zwar den zu dieser Fächermappe, in der ich einige meiner zu verscrappenden Photos aufbewahre.

Dazu braucht ihr neben den üblichen Werkzeugen (Schere, Lineal, Bleistift, Flüssigkleber, Doppelseitiges Klebeband):
  • 15 C5 Briefumschläge
  • 2 Stücke Graupappe in 20,5x16,5
  • Papier zum Beziehen
  • ca. 1m Band
  • Deko und Stempel nach Geschmack
Zuerst habe ich die Umschläge auf eine Länge von 20cm gekürzt, so dass in die fertige Mappe Bilder im Format 13x18 passen:
An den Längsseiten habe ich über die gesamte Länge Doppelseitiges Klebeband aufgebracht, allerdings mit 1,5 cm Abstand zum Rand (sonst fächern die Umschläge später nicht auf)
Das geht am einfachsten, wenn ihr euch einen Streifen zurecht schneidet und ihn immer wieder auf die Umschläge legt.
An der geschlossenen Seite des Umschlags kommt ein Streifen über die gesamte Länge, an die offene nur eine Verbindung zwischen den beiden Streifen an den Längsseiten:
 Wenn ihr alle Umschläge einseitig mit Klebestreifen versehen habt könnt ihr diese aufeinander kleben.
Ich mache dafür immer nur an einem Klebestreifen das Schutzpapier ab, lege den Umschlag passgenau auf den nächsten und mache dann nach und nach alle Schutzpapiere ab.

Wenn alle Umschläge zusammen kleben sollten sie sich so auffächern lassen:
 Nun geht es an den Deckel und den Boden.
Hierfür habe ich aus dem Bezugspapier zwei Stücke a 24x20cm ausgeschnitten, sie mit Kleber bestrichen und die Graupappe aufgeklebt.
Um sauberere Ecken zu bekommen klappe ich immer erst eine Ecke um, anstatt etwas heraus zu schneiden. Bei "normalem" DP klappt das auch immer gut, hier habe ich aber Craft Cardstock genommen, der eindeutig zu dick für diese Technik ist...
 Wenn alles getrocknet ist (ich lege das ganze dazu immer in ein altes Buck, damit es sich nicht verzieht, obwohl nur eine Seite beklebt ist) schneidet ihr das Band in 4 Stücke und klebt diese in gleichmäßigem Abstand in eure Hülle:
 Wer klüger ist als ich verziert nun die Buchdeckel und klebt erst danach die Umschläge so ein, dass sie unten (also an der geschlossenen Umschlagseite) mit den Pappen auf einer Höhe sind, so ergibt sich an den anderen drei Seiten ein kleiner Überstand der Graupappe.
Auf meinem Blog gibt es noch mal Detailbilder meiner fertigen Mappe und Detailbilder, warum ihr sie erst dekorieren solltet ;)

Dienstag, 6. September 2011

Ein kleiner, feiner Notizblock

 Wie vor einigen Tagen schon auf meinem Blog angemeldet möchte ich euch heute zeigen wie ihr einen einfachen, schlichten Notizblock selber machen könnt.
Hierfür habe ich mir einenganzen Stapel Papiere in 7x11cm zurecht geschnitten und diese jeweils knapp 1cm vom Rand entfernt mit einem Rollenschneider perforiert, für den Fall dass eine Seite doof ist und wieder raus soll:
 Außerdem liebe ich es, wie der Rand beim raus trennen ausfranst, und so kann ich evtl. die ein oder andere Seite direkt in das dazugehörige Projekt einbringen.
 Hier nun also die zig perforierten Seiten:
 Nun habe ich mir eine Schablone gemacht, um die Löcher für die Kordel gleichmäßig setzen zu können.
Ich habe jeweils auf einem Blatt angezeichnet und dann jeweils fünf, sechs Blätter passgenau übereinander gelegt und diese dann gelocht.
 Leider habe ich vergessen vom Cover bekleben (Cardstock mit zum Album passendem Papier beklebt) und von durchfädeln des Bandes zu machen, ich bin mir aber sicher ihr könnt euch das vorstellen ;)
Bleibt also, zur besseren Haltbarkeit, eine zusätzliche Verklebung der Seiten.

Hierfür habe ich den Block noch einmal an der zu klebenden Seite auf Stoß gebracht, die Seite dick mit Buchbinderleim eingeschmiert (geht am besten mit dem Finger und etwas Druck, damit der Kleber auch zwischen die Seiten fließt) und das ganze trocknen lassen. Anschließen noch eine Schicht Kleber drüber und fertig ist der immer-dabei-Notizblock ganz ohne Bia oder aufwändige Bindungen :)
 Fragen sind wie immer herzlich willkommen, ich hoffe alles ist klar verständlich und ihr habt Spaß beim nacharbeiten, liebe Grüße Lilith

Donnerstag, 25. August 2011

Es wird weihnachtlich

 Um dieses kleine Kärtchen zu werkeln braucht ihr neben dem üblichen (Schere, Kleber, Licht...öhm...nee, Bleistift, schwarzes, wasserfestes Stempelkissen):
  •  3 Karteikarten in A5
  • den Stamoutique Schneemann
  • ein bisschen Band
  • einen Brad
  • ein paar Schneeflocken (meine gabs irgendwann mal in nem Euroladen)
  • Spellis
  • blaues Stempelkissen oder womit ihr sonst so coloriert
  • Klebekaugummi
  • Schwämmchen, oder womit ihr eben sonst so wischt
Zuerst stempelt ihr den Schneemann einmal mittig auf eine Karteikarte und einmal an den Rand auf die andere und schneidet letzteren aus: er wird eure Maske.
 Ich pappe mir, wenn ich sprühe, meine Maske immer mit Klebekaugummi fest, damit sie nicht weg geweht wird oder doch alles darunter vollgenebelt wird:
 Nachdem ich die Maske (ohne Arme, weil die so hutzelig sind) passgenau über den "echten" Schneemann geklebt hatte ging es ans sprühen: erst in dazzling diamonds, weil mir das aber nicht so gefiel bzw. nicht reichte anschließend in Blue Skys:
 Außerdem habe ich ein Eckchen meiner verbliebenen Karteikarte auch eingesprüht und dort  meinen Text (von WOJ) aufgestempelt:
 Um dem Schneemann einen festen Stand zu verpassen habe ich mir ein Postit zurecht gerissen und so drei Streifen zurecht gerissen und à la Zinndorf über die unebene Fläche getupft:
 Nun bleibt euch nur noch das Motiv auszustanzen und, genau wie den Text, zu matten, die verbliebene Karteikarte zu besprühen (und ggf. trocken zu fönen), eine Schleife zu binden, sie mit einem Brad zu verzieren, das Band über Eck zu kleben, alles zusammen zu fügen und zu guter letzt  Schneeflöckchen auf die distressten Ränder zu kleben.
 Ich hoffe, alles war klar verständlich, und sollte sich jemand durch diesen WS zu irgendetwas ispiriert fühlen: verlinkt es gern in den Kommentaren, ich komm schnellstmöglich gucken und kommentieren :)

Solltet ihr Fragen zu rigendwelchen Materialien, Arbeitsschritten oder Rechtschreibfehlern haben: auch hier reicht ein Kommentar.

Lieben Gruß, Lilith